Poverty is defined by one question: is there a way out?
2021, März
Habe mir vorgenommen auszuhalten. Will nicht aushalten. Doch sie ist ein Weltkrieg in mir.
Es gibt genug Adrienne Richs und Sylvia Walbys da draußen.
Die Person, mit der ich sprechen konnte. Sie will nicht von mir gesehen werden, nicht von mir erkannt werden. Will in ihrem Bild verharren, will bleiben,
wo sie ist.
Sie schlägt nichts vor, versucht nichts mit mir, versucht nichts zu tun. Sie lässt es einfach liegen.
Alle partizipieren letztlich an dem, wie es gerade läuft. To not be alone, to not be poor.
Life comes down to decisions you make. You can appear a certain way. But who you date, with whom you work, how you earn your living, shows who you are.
So wie andere ihr Leben einschränken, die für Wettkämpfe trainieren oder vegan leben, mache ich das in Bezug auf das Soziale. Es ist angenehm, am Allgemeinen zu partizipieren. Einem akzeptierten Verständnis zu verfallen. Doch ich kann das nicht. Ich vertrage es nicht.
Das männliche Genital bedeutet: nehmen ohne zu geben. Der einzige Moment, an dem das männliche Genital zur symbolischen Bedeutung gerät, ist, wenn das Ehren seiner einen Eintritt in den Kreis seines Lebens verspricht: in den Kreis seiner Anerkennung, gesellschaftlichen Stärke und Stabilität.
Das Schlimmste an meinem Job ist, den Deutschen in der Schlange zuzuhören, während ich warte.
Die Theorie entfremdet mich weiter von der Welt. Vielleicht macht sie eine Entfremdung sichtbar, die auch ohne sie besteht.
Unsere meine Liebe hat keine Sprache mehr.
Bisher ist alles eingetreten und mehr.
Dieses beschwichtigende Verstehen-Wollen von etwas, gegen das man nichts macht, machen kann.
Wenn der Mensch nicht tun kann (er wird verrückt).
Ich habe neue Gewissheit. Ich weiß nicht genau wieso, doch viel durch die Zeit M. Sie war ein anachronistischer Soulmate. Auch wenn für unmöglich gehalten, irgendwann kommen diese Menschen.
Und wenn man vorher stirbt? Sie wären gekommen, hätte man länger Zeit gehabt.
»Hiernach sind die letzten Ursachen aller gesellschaftlichen Veränderungen und politischen Umwälzungen zu suchen nicht in den Köpfen der Menschen«
Engels
Ich würde so gerne Gesichter und Menschen zeichnen.
Alles wird verfeinert und gut dadurch, dass man es gebraucht.
Ich bin seiend mit anderem in ihrem Kommen.
Und wenn so doch alles Sein im Licht der anderen scheint, sind meine Gedanken nicht bei ihnen.
Nie spürte ich bei ihr ein finales Aufbegehren des Lebens.
Lese Hobbes. Man muss den Wahnsinn kitzeln spüren auf den ersten Seiten. Man spürt den Wahnsinn kitzeln auf den ersten Seiten bei Arendt, Foucault. Philosopher, that is: the obsessed.
Bewegung ist das Sein der Zeit. Das heißt, sowohl Verstehen als auch mein plurales Verständnis von Sein muss der Veränderung unterworfen sein. Es ist vielleicht, wie ich in andere ein- und austauche. Das Flackern meines Lichts.
[E. leidet unter unserer Beziehung, zieht sich zurück. Die Energien verdunkeln sich.]
Meine Mutter hörte mir nicht zu. Mein Vater hörte mir nicht zu. Die Menschen hörten mir nicht zu.
Ich war ein Kind und sprach.
Zeigen wir uns in unserer Liebe, in unserem Mögen und Verlangen, sind wir Ding größter Zerbrechlichkeit.
Das Sprechen nimmt sich die Menschen in seinem zukünftigen Blick. Dort sprießen sie. In dem zukünftigen Blick beginnt die Welt zu leben. Dort wandeln die Gesichter. Kein Mensch begann zu glauben, geliebt könnte er werden.